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Auf das Allerbeste warten

Spät gestern Abend habe ich im Internet unser Traumhaus gefunden. Es hat einen Holzdielenfußboden, lichtdurchflutete Räume, eine große Küche, von der eine Doppeltüre in den ummauerten Garten führt.Drei Schlafzimmer, allesamt mit Holzboden, weißen Wänden und taubenblauen Einbauschränken. Eine große, helle Eingangshalle und einen Kamin im Wohnzimmer. Klingt gut? Oh ja. 
Und noch besser wird es, wenn ich erzähle, was ich vor einigen Wochen in mein Tagebuch geschrieben habe. 

"Gott, ich wünsche mir ein Haus mit Holzdielen auf dem Fußboden. Ein Garten, in dem die Kinder alleine spielen können, weil ich vom Haus aus den Überblick habe. Ich möchte helle Räume und eine große Küche."

Ich kann uns schon in dem neuen Haus sehen. Die Kinder machen Hausaufgaben am großen Esstisch. Ich schreibe am großen Esstisch. Gott - ich will dieses Haus! Nach allem, was ich bisher darüber weiß - bitte!! 
Aber du weißt mehr als ich. Du weißt, ob dies wirklich die beste Lösung für uns ist. Und wenn es die beste Lösung ist - dann werden wir es bekommen und schon bald in diesem Haus wohnen. In fünf Wochen schon! 
Wenn wir dieses  Haus aber nicht bekommen dann weiß ich, dass irgendwas damit nicht gepasst hat. Und dass du ein Haus (oder auch eine Wohnung) weißt, das noch besser zu uns passt. Und dieses werden wir dann bekommen. Du machst keine halbherzigen Deals. Du gibst uns nicht das Zweitbeste, wenn es irgendwo dort draußen etwas noch Besseres für uns gibt! 
Kann sein, dass wir unsere Hände nach dem Zweitbesten ausstrecken, weil es einfach so passend aussieht. Es kann auch sein, dass wir mit dem Zweitbesten wirklich richtig glücklich wären. Es ist schließlich fast das Beste. Kann sein, dass wir nie überlegen würden, ob da wohl etwas noch Besseres gewesen wäre. Aber. Was wenn wir gewartet hätten? Auf das Allerbeste? Auf Gottes Ja. 
 
Das ist es, was ich will. Ich glaube, dass Gott den Überblick hat und weiß, was die absolut bestmögliche Lösung ist. Welches das ideale Haus für uns ist. Und ich vertraue, dass er uns dorthin führen wird. Die ganze Strecke, bis wir haben, was er immer für uns im Kopf hatte. Ich vertraue ihm. Und er wird mein Vertrauen nicht enttäuschen. 
 
Vertrau Gott. Er meint es gut. 
Herzlichst, Ellie