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Sorry Instagram, my kids need me | Prioritäten setzten

Ich habe gerade eben festgestellt, dass zwischen den beiden letzten Blogeinträgen sechs Wochen liegen. 
Das finde ich schade. Denn so gerne hätte ich mehr geschrieben. Mehr von mir gezeigt und mich mehr mitgeteilt. Schade auch für die Leser, die zwischendurch in der Hoffnung auf Neues vorbeigekommen sind und nichts Neues gefunden haben. 

Es gab viel zu sagen! Aber das Leben war so intensiv- es war meine Priorität. Leben leben geht vor, da müssen die sozialen Medien warten, bis ich mein Leben wieder teilen kann. 

Prioritäten setzen. Ich entscheide mich, meinem Leben Priorität zu geben. Dem richtigen, dem realen Leben. 

 

Unsere letzten Wochen waren enorm. Enorm voll, enorm anstrengend, enorm herausfordernd. Abschiede, Schwebezustände, Abwarten und Hoffen. Einen Haushalt, der über zehn Jahre gewachsen ist, minimieren auf ein paar Koffer. Die Webseite aufbauen und einen Weg finden, wie ich optimal Familie Scholtz' Abenteuer mit meinem persönlich Blog verbinden kann. Viele Freunde treffen und Anderen absagen, weil es zuviel wurde. Mir. Und vor allem meinen Kinder. Also haben wir langsamer gemacht. Wir haben viel Zeit mit der Kindergartenliebe auf dem Spie

lplatz verbracht. Es war schön. Und kein bisschen produktiv. Es hat meinen Kindern geholfen, sich zu verabschieden und sich auf alles Neue einzulassen. Ich bin froh, dass ich so entschieden habe. 

Meine Kinder konnten sich verabschieden, jetzt sind sie mit im Boot. Je länger wir bei den Großeltern sind, desto mehr wächst jetzt ihre Vorfreude auf Südafrika! In drei Wochen ziehen wir dann von der Erfinderstadt Stuttgart and südliche Ende Afrikas, nach Johannesburg. 

Das wahre Leben hat Vorrang. Ich will bewusst und aktiv leben. So, wie es mir und den mir Anvertrauten am Besten tut.  

Ein neuer Blogpost wäre toll! Genau wie ein regelmäßiges Statusupdate bei Facebook und ein neues Foto bei Instagram. Das gibt likes und das Gefühl, Freunden,  Familie und Abonnenten gerecht zu werden.      

Doch das wahre Leben muss vorgehen. Es muss Vorrang haben! Wenn meine Kinder mich brauchen, weil nur ich sie wirklich trösten kann, dann ist das wichtiger als jeder wohlformulierte Post. Dann will ich, dass es wichtiger ist. Ich entscheide mich bewusst für meine Lieben! Wenn ich noch Koffer packen muss, dann können Fotos und Antworten solange ruhen. Alles, was ich auf sozialen Medien von mir zeige, ist maximal eine gute Kopie meines Lebens. Die Kopie ist nie so wichtig wie das Original. 

Ich entscheide, wie ich meine Zeit verbringe. Wann ich es mir einrichten kann, mein Leben mit der Welt zu teilen und wann mein Leben vorgeht. Wann ich mein Leben teile und wann ich mein Leben lebe.

Wie siehst du das? Lebst oder teilst du dein Leben? Ich wünsche uns, dass wir das Leben leben.

Herzlichst, Ellie