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Der Mensch denkt - Gott lenkt || Die beste Lösung für unser Daheim

In zehn Tagen ziehen wir nach Südafrika. In ein neues Leben. Weg von allem Vertrauten. Weg aus dem Land, in dem mein Mann mir zu liebe acht Jahre gelebt hat und hin in das Land, in das ich ihmzuliebejetzt ziehe. Ob er dort wohl anders ist? Und ich? Abwarten. Vertrauen. Wir planen, unser Leben dort so zu strukturieren, dass es für uns passt. Für uns und für die, die zu uns gehören. Meine Kinder, Nichten und Neffen. 

Es fehlen noch einige Dinge, damit wir uns allen dort ein Heim schaffen können. Und damit wir uns dort wohl fühlen und ankommen.
Wir dachten, wir suchen uns übers Internet Häuser aus und vereinbaren Besichtigungstermine gleich wenn wir gelandet sind. Ein bisschen hektisch aber mit Gottes Hilfe vielversprechend. 
Tja- der Mensch denkt, Gott lenkt. Es kommt viel besser!
Über zwei völlig voneinander unabhängige Personen wurden wir auf ein und die selbe Gemeinde in Johannesburg aufmerksam gemacht. Und zwar die Stadtmission Johannesburg. Johannesburg ist groß. Gemeinden gibt es viele. Doch dass es eine deutsche Gemeinde gibt, wusste ich bis dahin nicht. 

Jetzt aber wurden wir innerhalb kurzer Zeit über zwei völlig verschiedene Seiten auf die deutsche Stadtmission aufmerksam gemacht: 

Zwei liebe Freundinnen und Sängerinnen haben bei einem Auftritt im Juli einen Mann kennengelernt, der sie eingeladen hat, doch mal in seiner Kirche zu singen. Richtig. Der Stadtmission Johannesburg. Sie kamen ins Gespräch und er hat gleich angeboten, uns wenn möglich zu helfen. Ich hab das dann dankbar zur Kenntnis genommen und erst mal nicht bei ihm angerufen. Ich hab mir nicht viel davon versprochen und war einfach zu beschäftigt. 
Einige Wochen später hat der Bruder eines guten Freundes uns von der Heimatgemeinde seiner Frau erzählt. Richtig - ebenfalls die Stadtmission Johannesburg. Dass sei doch vielleicht was für uns. Und - wer weiß - vielleicht seien wir ja auch gegenseitig gut füreinander. 

Ich kenne einige Südafrikaner. Aber kaum Deutsche, die in Südafrika leben. Deutsche Christen, die aus der gleichen deutschen Gemeinde in der gleichen Megastadt kommen? Eigentlich keine. Nur wenige Kilometer von meiner Schwiegermutter entfernt? Und genau in der Region, in der wir nach einem Haus suchen? Unmöglich! Ha. Eben doch nicht. 
Zufall? Ich glaube nicht an Zufälle. Wohl aber glaube ich an von Gott herbeigeführte Begegnungen. 

Ich habe dem freundlichen Herrn also geschrieben. Und dem Pastor der Stadtmission auch gleich noch. Habe unsere Situation geschildert und uns vorgestellt. Und dann noch unsere konkreten Bedürfnisse beschrieben. Job, Haus, Auto, um es knapp zu sagen. 

Und jetzt haltet euch fest. Gott kümmert sich um uns, auf eine Art und Weise, die meine Vorstellungskraft übersteigt!

Die erste Reaktion des Pastors war, dass er  sich gerne für uns umhören würde. Einige Tage später kam folgende Email: 

"... Wir als Gemeinde bieten euch an, als Kernfamilie in unser Pastorenhaus bis Ende Januar einzuziehen. Dort ist eine separate Wohnung mit 2 Zimmern, die ans Haupthaus angegliedert ist. Im Haus wohnen zur Zeit zwei junge Frauen. Das Haus ist gross und dort sind auch Wohnzimmer und Esszimmer, die ihr mit gebrauchen könnt (Waschmaschine usw....).  Ihr könntet dort erst einmal absteigen bis ihr etwas geeignetes gefunden habt. 

Voraussichtlich könnte auch jemand euch vom Flughafen abholen.
Die Kosten sind auf eine Beteiligung von Wasser- und Stromverbrauch begrenzt. 

Für diesen Zeitraum hätten wir auch ein kleines Auto für euch (also keinen 7 Sitzer). Hier müsst ihr nur das Benzin zahlen.
Bitte lasst wissen, ob ihr dieses Angebot annehmen wollt. Wir werden dann noch Betten reinstellen.

Und nun wünsche ich euch gute Tage bevor ihr in euer Abenteuer stürzt!

Liebe Grüße,

D."

Noch Fragen??! Wir haben dasAngebot sehr gerne angenommen! Können es irgendwie noch gar nicht fassen. Diese Lösung ist perfekt!! 
Sie gibt uns Zeit, in Ruhe ein Haus und Auto zu finden. Wir haben geringe Kosten. Und vor allem gibt diese Lösung uns auch die Möglichkeit, Caitlyn und Jonathan ganz entspannt kennenzulernen. Wir können für sie da sein, ohne von null auf hundert gleich unter einem Dach zu wohnen. Zeit zusammen haben, Bedürfnisses sehen und uns beschnuppern. Und abends schläft jeder wieder bei sich. Bis wir ein Haus finden, in dem wir alle wirklich daheim sind. 

Perfekt. Ich bin sprachlos. Und soooo gespannt, was Gott noch im Ärmel hat. Ihm zu vertrauen lohnt sich in jedem Fall. Unsicherheit und ausharren? Ja. Das Ergebnis wird es wert sein. 

Herzlichst, Ellie