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Flug | und unser erster Tag in Südafrika

Am Mittwochabend ging der Flieger von München nach Johannesburg. Es gab keinerlei Schwierigkeiten. Gott sei Dank - mal wieder. Einchecken und Gepäck aufgeben ging problemlos und der Flug ging pünktlich los. 
Besonders Ettienne war außer sich vor Freude und hat gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd. 
Schon auf der Startbahn wollte er wissen, ob wir denn schon in der Luft seien und wann wir in Südafrika ankommen. William war müde aber auch aufgeregt und musste alles kommentieren. 

Die Nacht war unbequem. Sehr wenig Schlaf. Für uns alle. Und so sind wir morgens gerädert an den Zoll gelaufen, wo wir eine gefühlte Ewigkeit gewartet haben. Dann haben wir unser Gepäck abgeholt und - oh Wunder- bis auf die Kindersitze ist alles heil und vollständig angekommen!

Geschafft. Endlich am Ziel kamen uns unsere Nichten und Neffen entgegen gerannt. Alle waren da. Mit zwei Autos wurden wir abgeholt und durch den strömenden Regen über eine rutschige Autobahn mit Linksverkehr trotzdem sicher zu unserer Unterkunft gebracht. 

Unsere Unterkunft und Omas Haus

Bis wir hier ein eigenes Haus zur Miete finden, dürfen wir in einer kleinen Wohnung der Stadtmission Johannesburg wohnen. 

Unser erster Eindruck von unserem vorläufigen Zuhause: Oh! Wie! Schön!
Zwei - nicht moderne aber sehr gepflegte - gut ausgestattete Räume mit einem Bad in der Mitte. Fürs Erste absolut ausreichend! Und vor allem: friedlich. Gemütlich. Willkommen. Doch, hier fühlen wir uns wohl.

Ein kurzes Kennenlernen unserer Mitbewohner, Gepäckmassen (Unser Hab und Gut minimiert auf 8 Reisetaschen plus Handgepäck) ausladen und duschen (heiß und sauber!!) fuhren wir weiter zu Oma Ono. Meine Schwiegermutter. Klar, die könnten es nicht erwarten, uns uns die felgenden Enkel/ Cousins endlich um sich zu haben.
Bei Oma war die engste Familie versammelt und bereit. Laut, überschwänglich, colored. Mit auf den Mund küssen. So grüßt man hier die Familie. Für unsere Kinder bisher unvorstellbar. Mit Küssen sind sie schon immer zurückhaltend. Dementsprechend waren Ettienne und William anfangs etwas zurückhaltend. 
William ist recht schnell aufgetaut. Und was William kann, kann Ettienne schon lange - es ging also auch bei ihm nicht lange, bis er mit den Kindern auf dem Boden hockte und gespielt hat. 

Wir haben uns gegen halb fünf verabschiedet. Nach einer schlechten Nacht und so vielen neuen Eindrücken waren wir absolut platt. Haben noch schnell die wichtigsten Dinge (Milch, Eier, Brot - meineGüte, was die Lebenshaltungskosten betrifft sind wir aus Deutschland echt verwöhnt!) besorgt und sind dann in unser neues, vorläufiges aber schon richtiges Zuhause gefahren. 

Vernon hat sich auf die Matratze gelegt, die ihm als erstes in den Weg kam und war weg. 14 Stunden hat er  durchgeschlafen!! Ich selber habe die Kinder und mich gefüttert. Eigentlich waren wir aber alle zu müde zum Essen. Also sind wir auch bald ins Bett gekuschelt und habe so lange mit geschlossenen Augen Geschichten erzählt, bis entweder wir alle eingeschlafen sind. 
Gute Nacht!